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Begegnung am Titan

 

Raumschiff "Explorer 42", 12. Oktober 2194, Bordzeit 14:44:31

"Übertragung der Kurskorrektur für optimalen Eintritt in Umlaufbahn erfolg-reich. Kurskorrektur wird eingeleitet. Kurskorrektur beginnt um 17:18:26 Uhr Bordzeit. Maximale Beschleunigung 0,01 g. Beginn des Eintrittsmanövers  24. Oktober 02:56:34 Uhr Bordzeit. Maximale Beschleunigung 5,5 g."

Mit befriedigtem Kopfnicken quittierten die beiden Astronauten die Anzeige des Dialogcomputers. In 11 Tagen würde das Raumschiff so weit abgebremst, dass es in eine niedrige Kreisbahn um den Saturnmond Titan eintreten würde. Dann könnten sie endlich ihre eigentliche Aufgabe erfüllen: Überprüfung der Kohlenwasserstoffverbindungen an der Oberfläche des Satelliten. Dass diese hauptsächlich aus gefrorenem Methan bestand, das wusste man schon seit dem Beginn des 21.Jahrhunderts. Aber es gab Hinweise dass daneben eine Fülle anderer, ganz ungewöhnlicher "organischer" Verbindungen existierte – in kleinen Mengen, gewiss, aber immerhin. "Rohmaterial für die Erschaffung von Leben" vermuteten manche Wissenschaftler auf der Erde darin, übriggeblieben aus den Schöpfungstagen des Sonnensystems. Fantasievolle Techniker erhofften sich Bausteine für bionische Rechner.

Saturn, der riesige Gasplanet, war auf dem Teleskop-Display schon gut zu sehen. "Der schönste Planet des Sonnensystems" bot im Schmuck seiner Ringe einen hinreißenden Anblick. Wie diese Ringe wohl entstanden waren? Noch immer waren sich die Wissenschaftler nicht einig. Wolkenbänder gliederten die Oberfläche des Planeten, sie bewegten sich schlangenartig um die große Gaskugel, aber das sah man nur im Zeitraffer. Die Pole schienen zu glühen: Polarlichter flammten dort. Als kleine kreisrunde Scheibchen waren die Monde Titan, Thetys, und  Rhea zu erkennen; Rhea warf einen Schatten auf die Oberfläche des Saturn.  Mimas und Dione verbargen sich hinter dem Planeten. Die äußeren Satelliten lagen außerhalb des auf Titan zentrierten Teleskopblickfeldes.

Noch nie waren Menschen so nahe am Saturn gewesen. Erst die Entwicklung des Fusionsantriebes hatte die Reise möglich gemacht. Aber diese Technik erforderte ein riesiges Raumschiff: Mehr als ein Kilometer  war der Antriebsmodul von der Astro-nautenkabine entfernt.

Unendlich langsam schwenkte das Raumschiff jetzt herum um sich für die letzten Kurskorrekturen auszurichten.

Raumschiff "Explorer 42", 18. Oktober, Bordzeit 01:03:27

"Objekt mit 400m maximaler Dimension in Umlauf um Titan. Bahndurchmesser 5500 km.  Albedo 0,001. Chemische Zusammensetzung an Oberfläche unklar. Keine weiteren Informationen verfügbar."

Die beiden Astronauten starrten auf das Dialogdisplay. Ein kleiner Satellit im Umlauf um einen großen Satelliten? Die Meldung wurde automatisch auch zur Erde gefunkt und würde im Kontrollzentrum gelesen und sicherlich kommentiert werden; zur Sicherheit schickten die beiden ein Request for Information hinterher.  Fast drei Stunden später kam die Antwort: "Objekt unbekannt. Außergewöhnlich niedrige Albedo und Dimension lassen die Möglichkeit eines Artefaktes zu."

Ein Raumschiff? Von einem fremden Sternsystem? Oder aus der Zukunft? Die beiden Astronauten gingen erregt die Möglichkeiten durch.
 

Raumschiff "Explorer 42", 21. Oktober, Bordzeit 20:23:59

Auf dem großen Multifunktionsdisplay war in isometrischer Darstellung ein zylindrischer Körper zu sehen, an beiden Enden trug er Kugeln, einer Hantel ähnlich.

"Weitere geometrische Einzelheiten wegen niedriger Albedo in allen Wellenbereichen nicht feststellbar. Material der Oberfläche unklar. Objekt dreht synchron mit Umlauf."

Ohne Zweifel, das war kein "natürlicher" Körper, so etwas musste ein intelligentes Wesen mit hohen technischen Fähigkeiten  geschaffen haben – darin waren sich die beiden Astronauten einig.

"Auf jeden Fall müssen wir es untersuchen!" meinte der Astrowissenschaftler enthusiastisch.

"Es gibt keine Dienstanweisung die uns eigenständiges Handeln in einem solchen Falle erlaubt. Das Kontrollzentrum wird entscheiden!" war die Position des Kommandanten; wie so viele seines Metiers war auch er aus der irdischen Luftwaffe hervorgegangen und dachte in militärischen Kategorien.

Die Anweisung des Kontrollzentrums kam erst nach 12 Stunden – man hatte sich offenbar mit der Entscheidung schwer getan:

"Weitere Korrektur des Anflugkurses sowie Korrektur des Bremsmanövers derart dass Umlaufbahn mit dem des unbekannten Objektes identisch ist. Rendezvous-Steuerung mit Bordmitteln. 24 Stunden Beobachtung des Objektes aus 1000 m Entfernung, dann Rücksprache mit Kontrollzentrum. Eventuell  EVA und Besuch des Objektes, wegen Signallaufzeit  in eigener Regie.   Einzelheiten folgen."

Raumschiff "Explorer 42", 24. Oktober, Bordzeit 02:56:34

Das Bremsmanöver begann zur exakt zur angekündigten Zeit. Für mehrere Stunden wurden die beiden Astronauten in ihre Anti-g-Wasserbetten gedrückt. Das war eine unangenehme, ja unter medizinischen Aspekten nicht ungefährliche Phase. Zwar hatten die Astronauten jeden Tag in der g-Trommel geübt, aber die lange Schwerelosigkeit in der restlichen Zeit mochte doch geschadet haben..... Es war schwer die Erinnerung an Explorer 13 auszuschalten..... Die beiden Astronauten hatten anweisungsgemäß Entspannungspillen genommen ....  irgendetwas nützliches tun konnten sie jetzt sowieso nicht.

Nach dem Ende des Bremsmanövers durften die beiden Astronauten zur Erholung erst einmal schlafen. Acht Stunden später weckte sie das auf "Akustik" eingestellte Dialogsystem. Das Multifunktionsdisplay zeigte an, dass man kaum mehr als 100 km hinter dem fremden Objekt flog. Das Rendezvous würde einfach sein.
 

Raumschiff "Explorer 42", 25. Oktober, Bordzeit 04:16:42

"Manuelles Rendezvous-Manöver abgeschlossen. Entfernung zum geometrischen Schwerpunkt des Objektes 980m . Wir beginnen die Beobachtungen." meldete der Kommandant zurück an das Kontrollzentrum. Beobachtungen – das war leichter gesagt als getan. Das Objekt war schwarz wie .... den beiden Astronauten fiel kein passender Vergleich ein. Wie ein flacher schwarzer Schattenriss hob es sich gegen das Meer der Sterne ab. Nur an wenigen Stellen zeigten sich Strukturen auf der Oberfläche der einen Kugel. Mit viel Fantasie meinte man bei optimaler Vergrößerung so etwas wie Schrift zu erkennen. Eine schwache Wärmestrahlung ging von der anderen Kugel aus. Wenn das fremde Objekt ein Raumschiff war, und wenn es  den gleichen Konstruktionsprinzipien folgten wie das eigene, dann musste die warme Kugel der Antrieb sein, die "beschriftete" der Modul für die Crew. Elektrische und magnetische Felder waren nicht zu messen. Die Radioaktivität ging über die Hintergrundwerte nicht hinaus. Das Objekt zeigte keinerlei Mikrobewegungen, die auf irgendwelche Vorgänge im Inneren schließen ließen.

"Ein totes Raumschiff? Ein Sarg? Oder ist die Annahme falsch, dass Raumschiffe nur für körperliche Wesen gebaut werden? Gibt es vielleicht nur elektronische, virtuelle Entitäten an Bord?"

"Wir müssen hinüber, vielleicht können wir aus der Nähe etwas sehen! Wann ist unsere Konferenz mit dem Kontrollzentrum?!"
 

Raumschiff "Explorer 42", 26. Oktober, Bordzeit 05:25:41

"EVA gestartet. Astronauten haben "Explorer" verlassen. Raumschiff arbeitet jetzt als Relaystation für Meldungen der Astronauten.  Außenkamera beobachtet Aktivität der Astronauten."

Kontrollzentrum, 26. Oktober, Standardzeit Erde 06:56:13

Um das große Kontrolldisplay hatten sich fast alle versammelt Mitarbeiter versammelt; wer unbedingt an seinem Platz bleiben musste, schielte hinüber. Oben am Rand erschien die aktuelle Meldung des Dialogdisplays im Raumschiff "EVA gestartet. Astronauten haben Explorer verlassen.....", links das angekündigte Bild der Außenkamera, rechts das Bild der Stirnkamera 1, also der des Kommandanten, unten am Rand technische Klarmeldungen – alle Systeme ok!

Natürlich wusste jeder dass die Bilder einund-einhalb Stunden alt waren – so lange brauchten die Funksignale vom Saturn. Aber das nahm der Spannung nichts.

Langsam schwebten die beiden Astronauten hinüber zu dem fremden Körper. Schwarz hob er sich gegen das Lichtermeer der Sterne ab und gegen die gelbgrüne Oberfläche des Titan, auf dem die Umrisse der großen Xanadu-Landmasse zu erahnen waren; seine Scheibe verdeckte Saturn nur zum kleinen Teil – ein  atemberaubend schöner Anblick. Mimas war auch zu sehen – eine kleine Scheibe.

Jetzt richtete der Kommandant offenbar die Stirnkamera auf die große schwarze Kugel am unteren (will sagen: dem Titan zugewandten) Ende des fremden Körpers. Sie wuchs, füllte das Bild das nun ganz schwarz erschien. Die Stimme des Kommandan-ten verkündete: "Abstand sehr schwer zu schätzen. Jetzt vielleicht noch 50m  ....... 30m ........ 10m......oh!!!"

Im schwarzen Nichts des Bildes flammte eine grüne Leuchtschrift auf:

"Welcome! To open hatch, please press red circle!"

Ein paar Sekunden Schweigen – dann wieder die (etwas zittrige) Stimme des Kommandanten: "Die Aliens sprechen Englisch!"

Im Kontrollzentrum erhob sich ein Sturm von Stimmen. "Ruhe!" schrie der Missionsleiter.

Im Bild erschien der Astrowissenschaftler. Selbst durch die dicke Scheibe seines Helmes war die Überraschung auf seinem Gesicht zu sehen. "Englisch! Was das wohl bedeutet?! Sollen wir reingehen oder erst mit dem Kontrollzentrum Rücksprache nehmen?" – "Regie und Verantwortung für diese EVA ist ausdrücklich uns übertragen worden. Wir gehen rein." entschied der Kommandant.

Ein schwerer Raumhandschuh streckte sich aus, berührte den roten Kreis. Eine Luke wurde sichtbar und löste sich wieder auf – ein tunnelartiger Gang stand jetzt offen. Der Kommandant ging vorne. Man konnte sehen dass er die Laserpistole gezogen hatte und in Brusthöhe vor sich hielt.

Die Stimme des hinter ihm gehenden Astrowissenschaftlers: "Nicht viel anders als bei uns .... Bin neugierig was - Verdammt! Die Luke schlie –"

Die Stimme verstummte, das Bild rechts wurde schwarz. Das Bild links, von der Außenkamera der "Explorer 12", blieb unverändert, abgesehen davon dass Mimas seine Position veränderte.  Als innerster Mond lief er viel schneller als Titan, mit einer Umlaufzeit von weniger als einem Erdtag.

Sonst tat sich die nächste Stunde nichts. Alle Versuche des Kontrollzentrums den Kontakt wieder herzustellen waren vergeblich. Sorge und Anspannung wuchsen ins Unerträgliche.

Im fremden Raumschiff, 26. Oktober, Uhrzeit des Kommandanten 05:26:45

" Verdammt! Die Luke schließt!" stieß der Astrowissenschaftler hervor. Der vor ihm gehende Kommandant wand sich um, aber da gab es nichts zu retten: Sie waren eingeschlossen.

"Was sollen wir tun?"

"Zurück können wir nicht, also vorwärts!"

Langsam drangen sie vor. Am Ende des langen Ganges öffnete sich selbsttätig eine weitere Luke. Zögernd traten sie hindurch.  Sie fanden sich in einem weitläufigen Raum, die bunt-metallisch-glänzenden Wände mit großen Bildschirmen gefüllt auf denen unverständliche Farbmuster flimmerten.

In der Mitte des Raumes erwartete sie ein hochgewachsener, blonder Mann, gekleidet in einen eng anliegenden schlichten silbrigen Trainingsanzug. Es hätte ein Schwede sein können ....

Die beiden Astronauten starrten ihn fassungslos an.

Der Fremde nahm mit wohltönender Stimme das Wort:

"Willkommen an Bord! .........  Ich sehe dass Sie darüber staunen dass ich wie ein Mensch aussehe und Englisch spreche – Sie haben ein kleines grünes Männchen erwartet?   Es ist eine diplomatisch-freundlich Geste von mir in dieser Gestalt zu er-scheinen -  Sie sollen sich nicht erschrecken. Ich kann jede beliebige Form annehmen.

Ach ja, Sie können gerne die Helme abnehmen oder wenigstens die Visiere öffnen: Ich habe für eine Ihnen angenehme Atmosphäre gesorgt.

Ich warte seit 150 000 Jahren auf Sie ..... in den letzten paar Jahrhunderten hatte ich reichlich Zeit, die 375 am weitesten verbreiteten Sprachen Ihres Planeten zu lernen!"

"150 000 Jahre?!" stammelte der Astrowissenschaftler.

"Ja, in Ihrer Zeitrechnung -  Sie haben richtig gehört. Ich bin hier im Auftrage des Galaktischen Zentrums um den Aufstieg der Bewohner des dritten Planeten – Ihrer Erde - zu Intelligenz, Technologie und (vielleicht) Moral zu beobachten. Wir wussten dass Sie eines Tages hierher kommen würden. Titans proto-biotische Materialien mussten Sie anlocken. Wir haben diese Materialien selbst lange Zeit genutzt; jetzt benötigen wir sie nicht mehr.

Doch zur Sache! Ihre Ankunft hier beweist es: Sie – die Menschen auf dem Planeten Erde - haben nunmehr einen Technologiestand erreicht, der es Ihnen in absehbarer Zeit erlauben wird die Galaxie zu bereisen. Sie werden damit zu einem potentiellen Risiko für die friedliebenden Bewohner der Galaxie. In dieser Situation hält es das Galaktische Zentrum für unabdingbar, dass Sie – die Menschen – bedingungslos die Regeln des Galaktischen Codes anerkennen und sich der Gewalt der Galaktischen Zentrums unterstellen."

"Nie!" stieß der Kommandant hervor. "Freiheit ist unser höchstes Gut – wir unterwerfen uns nicht einer fremden Rasse!"

"Was wollen Sie – die Menschen – denn tun?" fragte der Fremde in vollkommener Ruhe.

"Wir werden uns wehren! Wir haben Waffen!" Der Kommandant erhob den Arm mit der Laserpistole.

Der Fremde lächelte: "Probieren Sie Ihre Waffe ruhig aus! Schießen Sie auf mich! ..... Warum zögern Sie? ich versichere Ihnen, ich werde Ihnen den Versuch mich zu töten  nicht übel nehmen!"

"Nun denn!" Der Kommandant drückte den Auslöser, schwenkte die Pistole hin und her.  Der Laserstrahl fuhr durch den Fremden hindurch - mehrfach, zog funkensprühend über die Wände und Anzeigen, und erlosch.

Der Fremde lächelte – unberührt.

"Sehen Sie: Sie können mich nicht töten! Ich bin kein materielles Wesen. Ich bin eine holographische Projektion. Die Datei liegt im Zentralcomputer diese Raumschiffes an den Sie nicht herankommen ... und könnten Sie den Computer zerstören: Eine Back-up-Datei liegt in der Galaktischen Zentrale. Ich bin unsterblich, soweit das überhaupt möglich ist:  Dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik werde ich am Ende nicht entgehen. Wenn ich meinen Körper noch hätte .... Mein Körper ......  ich weiß kaum noch wie er aussah .... vor über einer Million Jahren."

Der Fremde lächelte noch immer, aber etwas Melancholisches lag jetzt darin.

Der Kommandant hatte sich erholt, gab sich kämpferisch: "Sie können doch nicht ganz alleine die Erde erobern! Um die dazu nötigen Truppen aus dem Zentrum der Galaxie heranzuführen, benötigten Sie mindesten zwei mal  30 000  Jahre – auch wenn Sie mit Lichtgeschwindigkeit reisen! Wir haben eine Menge Zeit um uns auf Ihren Angriff vorzubereiten."

Der Fremde schüttelte den Kopf: "Sie unterschätzen den Stand unserer Technologie! Beim Kampf um die Schätze von Titan habe ich unsere Macht schon zweimal einem Raumpiraten demonstriert – die beiden kehrten kleinlaut zu Recht und Gesetz des Galaktischen Zentrums zurück.  Ich will die Demonstration gerne für Sie wiederholen. Treten Sie hinüber zur großen Aussichtsscheibe ..... ja, dort. Beobachten Sie Mimas. Sie haben eine Stunde Zeit. Dann werde ich Ihnen eine vorbereitete Botschaft zum Verlesen geben. ... Bis dahin herrscht übrigens absolute Funkstille –Ihr Kontrollzentrum hat unser Gespräch nicht mitgehört."
 

Kontrollzentrum, 26. Oktober, Standardzeit Erde 08:11:49

Der rechte Bildschirm leuchtete wieder auf. Das Aufatmen ging wie ein tiefer Seufzer durch die versammelten Techniker und Wissenschaftler.

Man sah den Astrowissenschaftler mit offenem Visier, in einer fremdartigen Umgebung, im Hintergrund stand unbeweglich eine fremde Gestalt. Der Astrowissenschaft-ler hielt ein Blatt Papier in der Hand; man hörte den  Kommandanten  zähneknirschend "Los!" sagen, und der Wissenschaftler begann mit stockender Stimme zu lesen:

"An die Bewohner des Planeten Erde. Dies ist eine Botschaft des Galaktischen Zentrums. Auf Bitte Ihrer Astronauten haben wir eine kleine Demonstration vorgenommen. Bitte schauen Sie ein paar Minuten zu .... danach wird die Botschaft fortgesetzt".

Ein neues Bild füllte den ganzen Schirm:

Im Vordergrund ein kleiner Abschnitt von Titan. Dahinter Saturn mit seinen Ringen. Und Mimas.  Der kleine Mond war wieder ein Stück weitergezogen. Aber er erschien jetzt nicht mehr als eine kleine Scheibe. Er blähte sich auf, zerbrach, löste sich auf in eine wachsende Wolke unzähliger flimmernder Staubteilchen. Einen breiten Schweif zog der zerfallende Mimas hinter sich her, schöner als jeder Komet. Und der Schweif wurde zu einem flachen Band.

Von heute an würde sich Saturn mit einem weiteren großen Ring schmücken.
 
 

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